Angst

Angst als Basisemotion

In der Psychologie kennt man folgende Basisemotionen: Furcht/Angst, Freude, Ekel, Überraschung, Verachtung, Ärger/Wut und Trauer.
Zu diesen Emotionen gehören dann noch die entsprechenden Gesichtsausdrucke (wenn ihr darüber mehr wissen möchtet, dann lasst es mich in den Kommentaren wissen)


Heute widme ich mich der Angst.
Es ist mir passiert, dass ich einer Person gegenüber – oder besser gesagt: dessen Verhalten – mit absolutem Unverständnis reagierte.
Natürlich hinterfrage ich nun: Warum?

Angst: Flucht, Angriff – Stress

In der Situation gab es für mich keine nachvollziehbaren Fakten, welche das Verhalten erklären konnten. Ich fragte nach, um es zu verstehen. Man begegnete mir mit Wortverdrehung, Interpretationen, Sarkasmus, Ausweichen, unlogischen Fake-Argumenten. Gefolgt vom Versuch, sich der Situation zu entziehen beispielsweise durch ständiges Scrollen am Handy, im-Schrank-Herumsuchen, lautes unpassendes Lachen, Davonlaufen und mich lächerlich machen.
Doch plötzlich taucht inmitten der Fluchtversuche und Scheinargumentation ein Wort auf, welches irgendwie nicht hineinpasste, aber das Potential hatte, das seltsame Verhalten zu erklären. Nicht zu entschuldigen, nicht gutzumachen, aber zu erklären.

Und das Wort war „Angst“.

Angst hat durchaus das Potential, Menschen sowie Tiere, in – nach außen hin völlig irrationale und unlogische Verhaltensweisen – zu manövrieren.
Ja, in Hinblick auf die Angst, scheint das Verhalten zwar nicht akzeptabel, aber wenigstens erklärbar. Und wenn man einmal den Hintergrund – oder den Kern – kennt, dann weiß man zumindest, wo man ansetzen kann.
Auch wenn die Angst uns in manchen Situationen das Leben rettet, ist sie in Form eines Dauerzustandes nicht gut verträglich, stresst und macht krank.
Wenn man dann auch noch die Angst hineinfrisst und versteckt sowie mit Schauspielerei, Konsum, Lärm und Alkohol (oder anderen Suchtmitteln) verdrängt, dann kann das ein – wie oben eingangs erwähnt – nicht logisches und für andere Personen nicht nachvollziehbares und schädliches Verhalten (für sich selbst und das Umfeld schädlich) zur Folge haben.

Nachvollziehbare Angst

Ich gebe zu, die Argumentation für die Ursache der Angst war durchaus nachvollziehbar.
Und, obwohl mein Gefühl (sensitive Wahrnehmung) mir sagte, „da ist noch mehr!“, nahm ich dennoch wahr, dass dies ein wichtiger Aspekt des selbstzerstörerischen und irrsinnigen Verhaltens war.
Wie bereits gesagt: Es ist eine Erklärung oder zumindest dessen Ansatz. Doch ist es keine Entschuldigung und auch kein Gutheißen.

Womit nährst du deine Angst?

Ich kam nicht drum rum zu fragen: „Und, womit nährst du deine Angst?“
Sind Alkohol, Selbst- und Fremdlüge und Leistungsunfähigkeit aufgrund verdrängter Emotionen wirklich die richtige Herangehensweise oder nährt man damit eigentlich nur die dunkle Seite der Angst.

Nähre deine Angst anders

Könnte man das nicht anders angehen, beispielsweise durch Aufarbeiten, Zulassen der zugrundeliegenden Emotion(en), gesunde Lebensweise, Bewegung, Breath Work, Kampfsport, Yoga etc.? Nicht davonlaufen, sondern auf die Angst zugehen?

Der energetische Zugang

Angst kann man als ein energetisches Feld sehen. Dieses Feld umgibt dich, hüllt dich ein. Und wenn du es verdrängst, dann wird es noch viel stärker. Es verändert dich. Macht dich aggressiv, verleitet zu selbst-schädigendem und irrationalem Verhalten. Zu diesem Feld der Angst gesellen sich dann noch andere dunkle Energien. Nennen wir es dunkle Felder oder energetische Besetzungen. Diese Felder bzw. diese Energien, werden von der Angst genährt. Und wenn diese Felder bzw. Energien von der Angst genährt werden, verstärken diese wiederum die Angst weiter.

Ein dunkler Kreislauf

Es entsteht ein dunkler, krankmachender und sich selbst verstärkender Kreislauf. Eine Abwärtsspirale.
Interessanterweise umgibt man sich dann auch noch mit Personen, die eine ähnlich dunkle Aura um sich tragen. Man zieht diese Leute an und wird von ihnen angezogen.
Das wohlwollende Umfeld, die „echten“ Freunde und „Echten“ Unterstützer stößt man weg. Man stößt sie weg mit genau dem oben eingangs beschriebenen Verhalten: Lüge, Aggressivität, Sarkasmus, Davonlaufen, mit irrationalem und teilweise unberechenbarem Verhalten. Zerstörung und Selbstzerstörung.

Annehmen, umarmen, integrieren und sich selbst stärken

Energetisch gesehen ist es sinnlos, die Angst zu bekämpfen. Sie ist ein Teil von dir selbst, verstärkt von anderen Feldern. Und eben weil sie ein Teil von dir selbst ist, kannst du sie nicht wegstoßen. Denn dann stößt du einen Teil von dir selbst weg. Ein Teil, der du eben auch bist. Wenn du einen Teil von dir selbst wegstößt und nicht annehmen willst, dann macht dich das auf irgend einer deiner Existenzebenen krank. Denn du lehnst dich selbst bzw. einen Teilaspekt von dir selbst ab.
Evolutionär gesehen hat die Angst uns geholfen, uns zu entwickeln. Unreflektierte und verdrängte Angst ist allerdings schädlich.
Also: anstatt die Angst zu verdrängen, nimm sie an. Gehe durch sie hindurch. Atme sie ein, wandle sie um. Umarme sie.
Und, anstatt negative und (selbst-)zerstörende Verhaltensweisen an den Tag zu legen, welche dein Leben im Nachhinein verschlechtern, stärke dich. Stärke deinen Körper, stärke deine Energetik. Stärke dich mental.
Lerne Energiearbeit. Lerne Yoga, Kampfsport. Geh Laufen. Lerne, zu meditieren und in der Stille zu sein.

Stille

Lerne, dir in der Stille selbst zuzuhören.
Lerne, dich (wieder) zu spüren.
Lerne, in dich und in dein energetisches Feld hineinzuatmen.

Lerne, die Stille wieder zu genießen, anstatt sie zu ertragen.
Denn, Angst (sowie andere verdrängte Emotionen) und Lärm gehen oft Hand in Hand. Denn, wer Angst (oder andere Emotionen) verdrängt, der muss sich mit „viel Lärm“ umgeben, damit der sich selbst und seine Emotionen und Bedürfnisse nicht mehr hört und nicht in der Stille sein muss.

Alles Liebe

Edda


Wie entscheidest du sich? Womit nährst du deine Angst?

Nährst du deine Angst ab jetzt weiterhin mit dunklen Feldern? Mit Wut, Verzweiflung, Betrug und Selbstbetrug, mit Menschen, Orten und Verhaltensweise, welche das dunkle Feld verstärken?


Oder willst du die Angst annehmen, sie umarmen, anerkennen, integrieren und umwandeln in Kraft, Stärke, Erkenntnis, Meisterschaft über diese Emotion, neue Fertigkeiten, neue Lernfelder, neue Entwicklungsfelder und Potentiale? Nährst du sie mit Stille, Liebe und Selbstliebe, Selbstwert und einem heilsamen, wohlwollenden Umfeld?


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